Presse

Die Architektur einer Linie

Ausgewählte Zitate:

…Alle Elemente, die eine Bühne, eine Atmosphäre, eine Stimmung ausmachen, sind hier als aktive Mitgestalter sichtbar und beziehen sich aufeinander. Das erzeugt eine Offenheit und Wachheit, als sähe man hier nicht einfach einem Tanzstück zu, sondern wäre bei dem Prozess der Entstehung dabei. Auf der Tanzbaustelle sozusagen, wo das Glück des kreativen Prozesses, des Wachsenlassens, des Ausprobierens noch greifbar ist und nicht verschwunden hinter einem fertigen Produkt. …

Katrin Bettina Müller, TAZ 21./ 22.09.19,

Sie beherrscht die Kunst der Reduktion auf eine ganz unnachahmliche Weise, sie hat nichts mit Effizienz zu tun, mit Effizienz von Bewegung, sondern eher mit dem Wissen, dass aus dem scheinbar einfachen eine große Komplexität entstehen kann. Durch die Reduktion auf das Wesentliche, wird der Blick auf jedes Detail gelenkt, jede kleine Bewegung hat eine große Bedeutung ohne Bedeutungsvoll zu sein, ohne aufgeladen zu sein, wir können jede Bewegung anschauen und es gibt überhaupt keine überflüssigen Bewegungen

Elisabeth Nehring/ Tanzforum 19.09.19 

Obwohl Riki von Falken als Tänzerin natürlich auf das reagiert was im Raum entsteht.(…), dann sieht man dass sie das beobachtet und auch mit ihren Bewegungen darauf reagiert, auf diesen veränderten Raum, das zum Beispiel kleine Verschiebungen, Rundungen im Körper entstehen, dann wieder abgelöst werden von einer stärkeren Linearität in der Bewegung, wie die Choreografin das alles im Raum platziert, (..), wie sie aber auch die Musiker, die Lichtdesigner sich im Raum bewegen läßt, das ist überhaupt keine Theaterszenerie, es geht hier nicht ums vorführen oder zeigen, sondern es geht ums tun, und wir sehen den Künstler dabei zu wie sie tun- gemeinsam.

Elisabeth Nehring Tanzforum 19.09.19 : Zum Artikel Tanzforum


Achsenverschiebung

19.09.2019

Tanz ist Raumkunst. Das gilt besonders für die Berliner Choreografin, Riki von Falken, die seit den 90igern eine Reihe von Soloarbeiten kreiert hat. Ihre Choreografien zeichnen sich durch klare Formensprache und hohe Sensibilität aus. In ihrer neuen Produktion „Die Architektur einer Linie“ füllt sich der Raum mit Linien aud Licht und Projektionen.

Riki von Falken folgt diesen spielerische ausgelegten Linien, die über den Boden streifen, die Wände entlang fahren und eine sich stetig verändernde Textur erschaffen. Sie verlängert sie mit dem Körper, durchkreuzt und überschreitet sie. So entsteht ein Bewegungsraum von kontrollierter Brüchigkeit…

Pressetext Sandra Luzina Tagesspiegel

Ganz im Gegensatz zu dem, was die tanzenden Choreografin, Riki von Falken, in den Pankower Uferstudios zur gleichen Zeit kreiert. Zusammen mit dem Videdokünstler Oscar Loeser und dem Komponisten Ralf Grüneberg baut sie dort an einer multidisziplinären , multidimensionalen „Architektur der Linie“, in der der Widerspruch geometrischer Formen, ihre Reibungen und Ergänzungen, das eigentlich künstlerische Kapital sind. Besser gesagt: Sie bilden Ausgangspunkte eines Gesprächs, das sich keines bekannten Alphabets bedient. Sondern zwischen Bewegungen, Raumformen und Klangwellen, zwischen den Körper der Akteurin und den denkenden Blicken der Zuschauer entsteht. Seit Beginn der 80iger Jahre bestimmt Riki von Falken, die bei Mercedes Cunningham und Trisha Brown, in NY lernte, die Berliner Tanzszene entscheidend mit, weshalb man es sich nicht entgehen lassen sollte, sie nun erneut auf der Bühne zu sehen.

Pressetext Doris Meierehndrich Berliner Zeitung