ONE MORE THAN ONE

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Sie geht.
Sie hat nicht die Absicht nach Hause zurückzukehren.
Er starb und wurde ein Anderer.
Die Erinnerung bleibt, begleitet und verändert das Denken,
arbeitet im und durch den Körper durch. Ihr Körper wird
gefüttert durch die Gedanken und Bilder, durch Spuren.
Er ist da, aber die tatsächliche Berührung bleibt aus.
Die Wahrnehmung entbehrt der konkreten Erfahrung.
Nein. Er ist hier, die Erfahrung vollzieht sich mit ihm.
Jetzt; vielleicht immer. Sie kommt an. Immer wieder.
Sie ist da.

In der Trilogie über die Verarbeitung ihrer persönlichen Erfahrungen, der Konfrontation und den Umgang mit Leben, Verlassenheit und Tod, setzt die Berliner Choreographin Riki von Falken in ihrem neuen Solostück "one more than one" die Suche nach dem neuen Raum fort.

WHITE LINEN beschrieb das Wegschmelzen der äußeren Realität, die Verengung des Horizontes und ein Versinken in großer Stille; aber auch die Rettung aus dieser Isolation, die Rückkehr in die Zeit ...
WACH ist ein Stück über den Abschied, das Weiterleben und die Entdeckung eines neuen Raumes. Ihr Leben und ihre Kunst haben den gleichen Herzschlag angenommen.
Katrin Bettina Müller

In ONE MORE THAN ONE begibt sich Riki von Falken auf die Suche nach der Gestalt von Erinnerung. Das veränderte Leben findet statt. Der Verlust des Anderen hat sich verinnerlicht. ONE MORE THAN ONE erzählt von ihrem Leben mit dem Leben des Anderen in ihr.

Choreographie/Tanz: Riki von Falken Licht: Roland Brinker Kostüm: Chris Kremberg Musik: Steve Reich, Heiner Goebbels, Beat Furrer Foto: Tania Hertling Produktionsleitung: Heike Wehrmann-Ernst

Titel nach einer Arbeit der Bildenden Künstlerin Eva Hesse mit freundlicher Genehmigung © The Eva Hesse Estate, Courtesy Galerie Hauser & Wirth, Zürich